Was ein Theater!

Theater, die Schauspielerei, für manche ist es Kunst, für andere Mittel zum Zweck, zur Unterhaltung, zum Fühlen, zum die Wahrheit sagen, wo Illusion erwartet wird. Man kann sich erinnern, man kann protestieren oder einfach nur Beobachtungen mitteilen. Und, das Wichtigste, man hat eine Bühne, man wird gehört, und, das Schlimmste, hinterher darf jeder sagen, was er davon hält, was man gerade produziert hat. Heute:

Irmgard Lumpini, die den Roman “Girl, Woman, Other” von Bernardine Evaristo las, Anne Findeisen, die das Gleiche tat mit Joachim Meyerhoffs “Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke ” und Herr Falschgold, der von Sally Rooneys Erstlingswerk “Conversations with Friends” berichtet.

Anders als im Theater kann man sich in einer Diskussion nicht hinter Kunstfiguren und Alter Egos verstecken, da wird ohne Handschuhe geboxt, es fließen Tränen und auch Blut. Aber vielleicht auch nicht. Oder doch?!