Verarscht.

Irmgard Lumpini rezensiert Savages von Don WInslow.

Diese Wette habe ich gewonnen. Da es um nichts ging, habe ich nur laut gelacht, als ich zur letzten Seite des Buches kam, und um ehrlich zu sein, ich kam mir auch ein bisschen verarscht vor:

Denn da stand: “Ich danke meinem Freund Oliver Stone.”
Das erklärte sehr viel: Warum ich mich bei der Lektüre die ganze Zeit gefragt hatte, warum mir ein Drehbuch als Literatur angedreht worden war; warum ausnahmslos alle Charaktere bewußt “schräg” und pittoresk und dabei eindimensional angelegt waren; warum auf einmal Don Winslows sonst so geschätzter Stil mit augenöffnenden nebenher laufenden und superb recherchierten Erklärungen zur Geschichte klischeetriefenden aber actiontrunkenen Handlungssträngen gewichen waren. Es hätte mir überhaupt nichts ausgemacht, ein Drehbuch zu lesen – ich schaue auf dem Klo auch gerne Kataloge an. Aber da stehts vorn drauf, hier wird es eben erst zum Schluss ehrlich..

One thought on “Verarscht.


Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *