Meinungstohuwabohu

Irmgard Lumpini, Heiko Schramm & Herr Falschgold rezensiert Alles was ist von James Salter.

Das Leser wie Rezensent eines Buches nur die Leinwand sind, auf den dieses sich projiziert ist logisch wie bekannt. Und so ergibt sich, dass es nicht die definitive Rezension geben kann. Selten jedoch wurde  dieses Problem so trefflich in drei völlig verschiedenen Rezensionen ein und desselben Buches demonstriert:

Hesh findet fast ausschließlich Bestes in James Salters Roman “Alles was ist”, ein Buch, dass ein 88jähriger Schriftsteller der Welt hinterlässt, ein Portrait des (fiktiven) Romanhelden Philip Bowmans über die Spanne der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Irmgard Lumpini findet das Buch einfach nur lang-lang-langweilig und vom Frauenbild James Salters hat sie da noch gar nicht angefangen.

Herr Falschgold übt sich in der Rolle des verständigen Opportunisten, ohne sich auch nur ansatzweise damit wohlzufühlen.

Allen Dreien stellt er in unserer Diskussion dann die Frage, ob man angesichts dieses Meinungstohuwabohus innerhalb einer Redaktion überhaupt noch rezensieren sollte. “Logo!”, antworten alle im Chor.

Aber hört selbst.

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